Geocaching mit dem Mac – Installation von GSAK mit CrossOver

gsakaufmac

Im Frühjahr letztes Jahr hatte ich mit mal eine Lizenz für die Cachingsoftware GSAK zugelegt. Die Software hat mir von dem Funktionsumfang sehr gut gefallen und läßt durch die Möglichkeit Macros zu installieren keine Wünsche offen.
Doch dann kam der Wunsch nach einem mobilen Computer auf. Ein Windowsrechner kam nicht mehr in Frage. Nachdem ich mich schon einige Male an einem Mac austoben durfte, stand die Entscheidung fest, daß es ein MacBook werden soll.

Bisher habe ich auch für alle meine Belange eine Software gefunden. Ob fürs Büro, Webdesign, Video und Tonbearbeitung alles da. Nur ein Bereich macht mir da Schwierigkeiten.

>> GEOCACHING <<

In der darauf folgenden Zeit habe ich mich nach einem geeigneten Mac Programm umgeschaut, mit dem ich meine Pocket Queries verwalten kann ohne Windows auf meinen Mac zu installieren. So habe ich alle Programme, die von den Doppel-0-Agenten in ihrem Blogbeitrag vorgestellt wurden ausprobiert und mit Ausnahme von Cachewolf für nicht brauchbar deklariert.
O.k. Cachewolf ist auch kein Mac Programm sondern basiert auf Java und kann somit auf allen Betriebssystemen, die Java unterstützen installiert werden, kommt aber nicht an den Funktionsumfang von GSAK heran.

Fazit: Die Cachingsoftwarelösungen, die es für den Mac gibt sind alle nicht ausgereift.

Jetzt kommt dann doch der Gedanke mit Parallels bzw. VMwareFusion einen Windows Distribution zusätzlich zum OS X  auf meinem MacBook zu Installieren. Doch das frißt Perfomance, nimmt Speicherplatz weg und kostet ordentlich Geld. -- Parallels Desktop -- 79,99 €  und Windows 7 Home Premium -- habe ich im Internet für 63,- gegesehen. Das macht in der Summe ca. 142,99 €. Nur um GSAK zum laufen zu bringen, zu viel.

Am vorletztem Samstag hat DL3BZZ’s in seinem Blog einen Beitrag geschrieben, daß man GSAK mit Hilfe von CrossOver auch ohne eine Windowsinstallation auf den Mac bekommt. Das habe ich ausprobiert und es wird vorerst meine favorisierte Variante bleiben, um mein Oregon mit den Cachebeschreibungen zu füllen.

Achtung! Das funktioniert nur mit einem Intel Mac.

Doch dazu später. Vorher  möchte ich euch noch ein Programm vorstellen, das erst neuerdings Geocaching unterstützt und großes Potential hat, wenn der Programmierer dahinter bleibt, und den Funktionsumfang erweitert. Eine kleine Vorstellung ist auch am Anfang von meinem Video unten zu sehen.

MyTracks

mytracks_logo_128 Der Programmierer hat gerade angefangen hat eine Geocachingfunktion einzubauen und die kann sich jetzt schon sehen lassen. Das Programm nennt sich MyTracks und kostet 9,95 €. Die Software wurde ursprünglich zum Geotagging entwickelt. So kann man hier seine Tracks einlesen auf der Karte ansehen und die Positionsdaten in die EXIF der Fotos schreiben.

mytracks_1Besonders gut gefällt mit die Darsellung der Caches auf einer Karte und die Filterfunktion. Diese lassen sich ganz mac-a-like wie die intelligenten Ordner zu erstellen. Auch der Export in eine *.gpx Datei für das Oregon funktioniert einwandfrei. Was gibt es dann denn hier zu meckern?

Ja hier fehlen hier noch viele Kleinigkeiten, die das Arbeiten  mit dem Programm erst komfortabel machen. So vermisse ich hier eine Schnellsuche nach Cachenamen (das kann man zwar über die Filterfunktion, doch dort wird auf die Groß- und Kleinschreibung geachtet, und dadurch nicht sinnvoll nutzbar, außerdem umständlich zu erreichen.) sowie die Möglichkeit Caches bzw. Koordinaten als Zentrum zu setzten, damit die Caches der Entfernung nach angezeigt werden. mytracks_2Des weiteren kann man das Format der Koordinaten nicht verändern, so werden diese als reine Grad angezeigt, wo doch in Cacherkreisen Grad-Minute-Dezimalminute üblich ist. Bei der Offlinerverwendung fehlt außerden noch der Hint.
Eine Funktion muß ich noch erwähnen, da hier das einlesen der *.gpx Datei clever gelöst wurde. So läßt man sich seine PQ E-Mails in Mail mit einer Regel auf einen lokalen Ordner verschieben und MyTracks liest diese von dort automatisch ein und löscht auch nach dem Import auf Wunsch die Mail.

Das Programm sollte man sich auf jeden Fall mal ansehen und beobachten wie es hier weitergeht. Es ist für mich das einzige für den Mac geschriebene Programm, das einem Cacher gerecht werden kann.

Doch nun zum eigentlichen Thema des Blogs:

GSAK mit Crossover auf dem (Intel) Mac installieren

crossoverWie oben bereits erwähnt habe ich von DL3BZZ die Information, daß er GSAK mittels CrossOver zum laufen bekommen hat. In Anbetracht, das ich nun ein Garmin Oregon besitzte,  das ich mir unter anderem auch unter dem Gesichtspunkt angeschafft habe, um die Cachebeschreibungen auf das Gerät zu laden. Wenn man nicht jeden Cache einzeln von Geocaching.com herunterladen will kommt man nicht um eine geeignete Software herum. Das Non-Plus-Ultra hierfür ist GSAK das es allerdings nicht für den Mac gibt.

Doch da kommt jetzt CrossOver ins Spiel. Es simuliert mit Hilfe von Wine eine Windows Umgebung, auf der Windowsprogramme unter Umständen laufen, oder auch nicht.

GSAK funktioniert. Wie man es installiert seht ihr in meinem kleine Video am Ende des Blogs.

Vorher noch einige Informationen zu CrossOver. Die Software wird von den Codewaevern vertrieben und eine Lizenz kostet aktuell 39,95 US $. Das sind bei dem heutigen Dollarkurs ca. 30,- € und meiner Meinung nach gut angelegtes Geld.  Somit habe ich jetzt unter anderem auch folgende Programme installieren können:

  • etope Lister (zum Ebay Angebote verwalten und einstellen)
  • Spoiler Sync (Spoiler Fotos bearbeiten)

Eigentlich habe ich mir erhofft, daß auch Elster Formular auf CrossOver läuft, aber hier streikt das Programm. :cry:

Nun aber zu meinem Video, hier zeige ich, wie man GSAK mit CrossOver installiert.

Hier noch wie versprochen die Links:

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8 Antworten auf Geocaching mit dem Mac – Installation von GSAK mit CrossOver

  1. DL3BZZ sagt:

    Super, auf meinem iMac habe ich myTracks in einer älteren Version, da war es noch Donationsoft. Werde mir die neue Version auch mal anschauen u. ggf. kaufen.

    Viel Spaß und Erfolg
    Lutz, DL3BZZ

  2. Carnosaurus sagt:

    Hmm, wenn CrossOver doch nur Wine benutzt, wieso nicht einfach Wine direkt (unter X11) kostenlos nutzen: http://wiki.winehq.org/MacOSX ?

    Ansonsten habe ich bisher noch nicht die Notwendigkeit für GSAK gesehen – um eine Anzahl von Cache (mit Beschreibung) auf mein Oregon zu laden nutze ich PocketQueries (ohne die GSAK ja auch nicht auskommt) direkt, oder indirekt: temporäre Bookmarkliste anlegen, gewünschte Caches auf die Bookmarkliste packen und daraus ein PQ generieren :-)

    • Dein Vorschlag hat seine Berechtigung und ich habe Wine für Mac bereits probiert. Leider hat sich GSAK immer wieder festgefahren. CrossOver läuft meines Erachtens stabiler, obwohl das Programm eigentlich nicht unterstützt wird. Außerdem funktioniert die Verknüpfung zum Host System OS X. So öffnet sich beim Doppelklick auf einen Cache der Firefox und zeigt die offline Cachebeschreibung. Mit Wine tat sich da gar nichts. Die Installation läuft einfacher ab.
      Zum Thema GSAK, da scheiden sich die Geister. Der eine brauchts der andere nicht. Ich finde es einfacher aus einer großen Datenbank meine Cachetour zusammenstellen zu können, vor allem unterwegs im Urlaub, wenn man nicht online gehen kann.

  3. Bilbo Cacher sagt:

    Hallo, ich bekomme GSAK leider nicht installiert, obwohl ich alles so gemacht habe, wie du es in deinem Video beschrieben hast….. Bei der Installation

    • Habe es gerade noch einmal probiert und es klappt einwandfrei. Hast du einen Intel Mac oder PowerPC Mac? Denn Windows und Win Simulationen laufen nur auf Intel Macs.

      Wen man CrossOver runterlädt hat man in großen roten Feldern diesen Hinweis:

      (Note: CrossOver requires an Intel x86 CPU based system. For example, CrossOver will not function on PowerPC based Mac G3, G4 and G5′s.)

  4. Hallo prince of twilight,

    vielen Dank für dieses kleine Video. Ich bin selber aktiver Mac & GSAK Nutzer und stehe bzw. stand vor dem selben Problem. z. Z. nutze ich noch GSAK mit Bootcamp, welches aber eine schlechte Konfiguartion ist, da man den Imac da immer komplett neu starten muss. Parallels nutze ich auch, selbes nerviges Problem – nach einer Weile ist die Emulation immer grottenlahm.
    Danke nochmal für diesen, überaus wertvollen Tipp.

    antti | team_SundA

  5. Nini sagt:

    Hallo prince of twilight,
    auch von mir einen Dank für dein Video. Eigentlich klappt alles recht gut. Mein Problem ist nur das ich die Waypoint’s via USB nicht lesen und schreiben kann. GSAK findet mein GPS nicht. Wie hast Du dies gelöst? Habe bis jetzt noch keine Lösung gefunden.
    Danke für die tolle Anleitung, Nini

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